DON QUIJOTE Geschichte 1974 - Heute*
Es waren einmal zwei Spanier (kein Witz!) namens Manuel und Tito. Diese bauten 1974 eine Begegnungsstätte (besser: Kneipe) und nannten Sie "Don Quijote". Neben Getränken gab es von Titus Mutter original Spanische Küche (Spezialität des Hauses war "Zunge").
1981 übernahmen Heinz Stelltemeier und Jörg Schneider das Don Quijote. Küche gab es nicht mehr (ab und zu Schnecken aus der Tiefkühltruhe), aber der spanische Akzent blieb erhalten. Höhepunkt der Getränkekarte ist "Sangria aus der Badewanne".
1982 übernehmen zwei (namentlich nicht bekannte) Italiener das Don und versuchen, eine italienische Kneipe zu etablieren - der Versuch misslingt.
1983 werden Petra Wolf und Beate Flüchter die Wirtinnen des Don. Die Küche wird wieder angeworfen. Im Saal finden die ersten Livekonzerte statt.
1988 steigt Beate aus, Petra führt das Don alleine weiter. Der Saal wird zum Club umfunktioniert. Der Umbau, und zunächst auch der Club-Betrieb werden von Max Rudat organisiert. Das Don Quijote wird zum angesagtesten Club für alternative Musik.
Ab 1989 werden teils wöchentlich Livekonzerte mit regionalen und zunehmend auch bundesweit bekannten Bands veranstaltet. Das Don etabliert sich als Live Club. Der Lippstädter Jazz Club spielt regelmäßig, aber auch bekannte Größen geben sich die Klinke in die Hand. Zum Beispiel spielen "Selig" 1994 im Don das Erste Mal vor Publikum - etwa 4 Monate später sind Sie eine der gefragtesten Bands der "Hamburger Schule".
Im Herbst 2001 stirbt Petra Wolf unerwartet. Nachdem der Schock vorbei ist, stellt sich die Frage nach einem Nachfolger. Die Angst, dass die Stadt keine Konzession für das Don vergibt und darüber hinaus das Risiko, dass Niemand das Don übernehmen will, machen sich breit. Da die Stadt seit geraumer Zeit die Südtangente plant, dabei das Don bisher in Ruhe gelassen hat, besteht auch der unbegründete Verdacht, dass die beliebteste Live Location Lippstadts abgerissen werden könnte.
Im Januar 2002 ist dann ein Nachfolger für Petra gefunden: Matthias Gierosz, bis dato Inhaber des La Cana in der Poststrasse. Mit beratender Unterstützung des Don-Kenners Michael Brandt ("Leitplanke") wird die Neueröffnung als großangelegtes Revival geplant. Im Februar geben sich alte Bekannte, darunter auch Jan Plewka von "Selig", DJs und viele Freunde des Don ein Stelldichein zur Wiedereröffnung. Ende Februar startet dann der Regelbetrieb mit club, Live Musik und Küche. Seitdem ist wieder alles, wie es sein soll. Matthias und Nadine knüpfen an die alten Traditionen des Don an: Neben der "Alles ausser Techno und HipHop- club" gibt es zwischen Herbst und Frühjahr Livekonzerte.
Im Sommer 2004 wird sogar ein Biergarten eröffnet, der aber aufgrund der Proteste der Nachbarschaft nur eine Saison bewirtschaftet wird.
2005 es werden Gerüchte laut, dass das Don Quijote abgerissen weren soll. Es wird ein Kaufhaus auf dem Gelände des alten Güterbahnhofs geplant.
Im Herbst 2008 findet ein Bürgerentscheid über die weitere Planung des Bauvorhabens am Güterbahnhof statt. Die Stimmenzahl der Gegner dieses Projekts erreichte leider nicht die erforderliche Anzahl. Das Don steht immer noch an derselben Stelle.
Frühjahr 2009. Angesichts des bevorstehenden Abrisses des Don Quijotes und des Güterbahnhofs soll ein Open Air Festival des "1. Lippstädter Spassvereins" als würdiger Abschied dienen. Da das Don Quijote nicht abgerissen werden möchte, bleibt es auch nach dem Konzert einfach da wo es jetzt noch ist.
Anfang 2012. Das DON wird mit wechselnden Veranstaltungen zur Erlebnisgastronomie.
Wir sehen uns im Don. To be continued...!
Wir sehen uns im Don. To be continued...!
*) Mit freundlicher Unterstützung von Dirk Steuer und Michael Brandt



